Glossar
Identity Security
Auch: Identitätssicherheit, Identitätsschutz, Identity Protection
Identity Security (Identitätssicherheit) schützt digitale Identitäten, also Benutzerkonten, Dienstkonten und ihre Zugriffsrechte, vor Missbrauch. Das Ziel: Nur die richtige Person oder Anwendung kommt zur richtigen Zeit an die richtigen Daten.
Was zu einer Identität gehört
Eine Identität ist mehr als ein Benutzername. Dazu zählen die Konten der Mitarbeitenden, Administratorkonten, Dienstkonten für Anwendungen, Gäste von außen und die Rechte, die an all dem hängen. Wer eines dieser Konten übernimmt, steht im Unternehmen, ohne eine Firewall zu überwinden. Deshalb gilt die Identität heute als der Ort, an dem Angriffe meist beginnen.
Was Identity Security umfasst
Der Begriff bündelt mehrere Maßnahmen, die zusammenwirken:
- Starke Anmeldung: Mehr-Faktor-Authentifizierung für alle Konten, Passkeys, wo möglich.
- Regeln für den Zugriff: Bedingter Zugriff legt fest, unter welchen Bedingungen eine Anmeldung gelingt.
- Möglichst wenige Rechte: Jedes Konto bekommt nur, was es für seine Aufgabe braucht. Administratorrechte sind die Ausnahme.
- Überwachung: Auffällige Anmeldungen, etwa aus einem fremden Land, werden erkannt und gemeldet.
- Ordnung im Bestand: Konten ausgeschiedener Personen und ungenutzte Dienstkonten werden regelmäßig entfernt.
Auch Programme haben Identitäten
Nicht nur Menschen melden sich an. Dienstkonten, Anwendungen und KI-Agenten brauchen ebenfalls Zugänge, und sie fallen oft durchs Raster. Das behandelt der Eintrag zu nicht-menschlichen Identitäten.
Unterschied zu IAM und zur klassischen IT-Sicherheit
Identity and Access Management (IAM) regelt, wer welche Rechte bekommt. Identity Security fragt zusätzlich, ob das Konto gerade noch von der richtigen Person benutzt wird. Klassische Sicherheit schützt das Netz, Identity Security schützt den Zugang, und der liegt bei Cloud-Diensten wie Microsoft 365 nicht mehr im Büro.
Was das für ein KMU bedeutet
Ein kleines Unternehmen braucht keine eigene Abteilung dafür. In Microsoft 365 liegen die wichtigsten Bausteine bereits im Tenant: Microsoft Entra ID für die Konten, Regeln für den Zugriff und Berichte über riskante Anmeldungen. Welche davon Sie nutzen können, hängt von der Lizenz ab. Die Einrichtung ist überschaubar, die Wirkung groß, weil sie genau den Angriffsweg schließt, der in kleinen Betrieben am häufigsten vorkommt: das gestohlene Passwort.
Wo Sie stehen
Ob MFA wirklich für alle gilt, wer Administratorrechte hat und ob Altlasten im Verzeichnis liegen, lässt sich in wenigen Minuten prüfen. Der Sicherheitscheck führt durch die Fragen. Wer die Umsetzung aus einer Hand will, findet sie in Microsoft 365 Fortress AI.
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